Bootstrapping.me

Willkommen auf boostrapping.me

Ich freue mich über jeden Leser. Worum geht es? Nun seit 2011 schreibe ich über meine Erfahrungen als Venture Capital Investor, UnternehmerChef und Mensch.

Und falls du kostenloses Feedback für deine Idee haben möchtest? Dann schreibe mir.

So wählen wir unsere Venture Capital Analysten aus

Auswahl Analysten Venture Capital

1800 Worte darüber, wie wir unsere Analysten suchen, auswählen und wer final eingestellt wird. Erkenntnisse aus >300 Bewerbungen, >48 Ländern und >30 Interviews, sowie >150 Fallstudien.

Wie jedes Jahr suchte ich einen neuen Analysten für Asgard (VC Praktikum 2017). Inzwischen bin ich fündig geworden. Da Karriere im Venture Capital einige interessiert (so schaffst du den Einstieg in die VC Industrie), teile ich meine Erfahrungen und Erkenntnisse des Auswahlprozesses. Auch für die nicht-VCs meiner Leser, könnte es unterhaltsam werden.

Nun folgt:

  • Wie gewinne ich Kandidaten?
  • Wer bewirbt sich eigentlich?
  • Wie wählen wir einen Analysten aus?
  • Wer wurde am Ende genommen?

Über AngelList erreicht man die meisten Kandidaten

Intern erstelle ich zuerst ein Jobprofil. Ich definiere, was wir brauchen, welche Aufgaben übernommen werden sollte, zeitlicher & finanzieller Rahmen und was wir anbieten. Daraus entsteht dann eine Stellenanzeige. Ich erkläre möglichen Kandidaten, was er (oder sie) lernen wird, wonach wir suchen und wer wir sind. Wichtig für mich ist es klar zu machen, dass wir Wissen vermitteln. Darum geht es doch? Jemand möchte etwas lernen, besser werden und bietet dafür seine wertvolle Lebenszeit dem Unternehmen an.

Ist der Blogbeitrag erstellt, teile ich diese auf Twitter, Xing, Linkedin und Facebook. Danach schreibe ich die Stelle auf Angelist aus, poste sie in Facebookgruppen und teile sie mit einigen Bekannten. Dazu wähle ich jedes Jahr eine bezahlte Plattform aus: Xing, Gründerszene oder Berlin Startups Jobs. Spoiler: die günstige Plattform (Berlin Startup Jobs) funktioniert besser als die teuren Portale von Gründerszene und Xing.

Venture Capital Jobs sind sehr beliebt

Es freut mich zu sehen, dass jedes Jahr die Anzahl der Bewerbungen um 150 % gestiegen ist (innerhalb der ersten 4 Wochen). Entweder mehr Leute wollen ins VC, oder meine Reichweite steigt.

64 % aller Bewerber kamen über Berlin Startup Jobs sowie AngelList. Da AngelList kostenfrei ist, ist dies wirklich bedeutsam. Ebenso kamen einige Bewerber über diesen Blog, Facebook und durch Empfehlungen. Gründerszene.de, Indeed, Twitter und Google (SEO) sind ebenso nennenswerte Kanäle.

Bewerber aus 48 Ländern

Ich erfreute mich über Kandidaten aus 48 Ländern. Das ist wirklich cool. 15 % der Bewerber kommen aus Deutschland. 10 % der Bewerber sind aus den USA, 10 % aus Indien und 8 % jeweils aus Italien und Frankreich. Ansonsten quer über den Globus verteilt: Burma, China, Israel, Korea, Singapur, Südafrika, Taiwan, Armenien, Brasilien, Ägypten, Ungarn, Japan, Kenia, Kolumbien, Nigeria, Simbabwe, Ukraine oder Tunesien.

Entweder die Bewerber wollten unbedingt nach Berlin (Berlin ist inzwischen mehr als nur Hype) und/oder suchten den Einstieg ins VC Business.

Der (deutsche) Kaufmann

Wie erwartet, haben 61 % aller VC AI Bewerber Betriebswirtschaftslehre studiert. 13 % sind Ingenieure und 6 % Informatiker. Die restlichen % verteilen sich auf Geschichte, Physik, Philosophie, Sport, Literatur, Psychologie, Chemie, Musik, Mode oder Kunst.

Was die Abschlüsse angeht, hält es sich in der Wage. 49 % sind im Bachelor. 49 % sind im Masterstudium (oder beendet). 2 % haben eine Promotion.

20 % der Bewerber haben mehr als 500+ Linkedin Kontakte. Der Mittelwert aller liegt eher bei 219.

Andere Länder – andere Studienkultur

Interessant zu beobachten ist, dass Engländer und Amerikaner oft nur eine Sprache sprechen. Osteuropäer dagegen sprechen meist durchschnittlich 4 Sprachen. Wir Deutsche, Franzosen und Spanier sind bei 2 Sprachen, die wir beherrschen.

Inder studieren wohl gerne Engineering in Indien und wechseln dann für einen Wirtschaftsstudiengang nach Europa. Amerikaner studieren gerne Politik, Liberal Arts, Philosophie. Britische Studenten, sowie Deutsche und Italiener gehen auf die volle Kombi aus BWL im Bachelor und erneut BWL im Master.

Soviel zum Profil derer, die sich bewerben (einige Hundert). Doch wie wählen wir nun den geeigneten Kandidaten aus?

Wieso möchtest du mit uns arbeiten?

Zuerst sammle ich die Profile in einer kleinen Datenbank (Linkedin, Wohnort, Sprachen, Nationalität, Ausbildung). Da fliegen schon einmal einige raus, weil sie nicht lesen können. Man bekommt Word Dokumente statt PDFs; da wird die Ausschreibung nicht gelesen oder es ist ein Serienanschreiben.

Ganz wichtig ist auch die Motivation. Man erkennt eindeutig, wer unbedingt für Asgard – human VC for AI arbeiten möchte und wem es eigentlich egal ist – Hauptsache Venture Capital. Besonders oft fällt mir auf, dass Bewerber gerne von sich selber sprechen. Viel zu selten wird geschrieben, was man für das Unternehmen machen kann.

Würdest du dich hochladen?

Im nächsten Auswahlschritt bekommt die Kandidaten von mir eine PDF mit vier Fragen (Fragen für die 2017er Stelle). Es gibt keine zeitliche Vorgabe, wann ich die Antwort erwarte. Natürlich messe ich die Dauer trotzdem.

Die erste Frage ist oft fachlich:

  • Bitte bewerte eine bestimmte Firma anhand gegebener Kriterien.
  • Schlage uns einige KI-Firmen vor, die wir uns näher ansehen sollten.

Ziel ist es zu sehen, wie analytisch die Person arbeitet und ein gutes Händchen für Startups hat.

Die zweite Frage ist eher konzeptionell.

  • Wie würdest du neue Investoren (LPs) für Asgard gewinnen?
  • Bitte empfehle uns Redner für unsere KI-Konferenz Rise of AI.

Hier prüfen wir, wie methodisch die Person vorgeht.

Als drittes frage ich dann etwas persönliches:

  • Welche SciFi Literatur hat dich am meisten beeinflusst?
  • Welche ScfiFi Filme und Serien magst du?

Diese Fragen zielen darauf ab, ob wir kulturell auf einer Ebene sind. Zudem kann ich so meine Leseliste erweitern.

Die letzte Frage wäre:

  • Würdest du dich hochladen (uploading)?
  • Welche Jobs werden demnächst von Maschinen verdrängt?

Diese Fragen haben kein richtig oder falsch. Viel mehr möchte ich wissen, wie die Person argumentiert. Total spannend zu lesen. 1/3 aller Bewerber würden sich hochladen. 1/3 ist dagegen und ein weiteres Drittel ist unentschlossen. Nur eine Person hat je geschrieben, dass sie sich bereits hochlädt. Fand ich super die Antwort. Gab direkt eine Einladung zum Interview.

41 % aller Bewerber melden sich nie wieder

Da ich keine zeitliche Frist vorgeben, kommen die Antworten recht verteilt. Manche sind super schnell und ich habe 2 Stunden später eine Email zurück. Andere brauchen auch mal gerne 25 Tage. Der Mittelwert sind 5 Tage und die besten Ergebnisse liegen zwischen 3 und 7 Tagen. Wer länger und kürzer gebraucht hat, liefert oft unterdurchschnittlich ab.

Die Bewerber finden die Fragen super. Ich kriege einige Dankschreiben dafür, dass der Prozess total anders sei, spannend und anregend.

Auch stelle ich fest, dass ich Design mag. Design sells content. Wer etwas Liebe in die Optik steckt, der hatte bei uns deutlich bessere Chancen.

Übrigens 41 % aller Bewerber melden sich nie wieder. Ist schon heftig. Wieso bewerben diese sich dann?

Ansonsten stellte ich fest, dass es zwischen Studium, Linkedin-Kontakten und der Antworten auf die Fragen keine Korrelation gibt. Man sieht Niemanden vorher an, wie gut er/sie schreiben wird.

Wer bist du? Was machst du?

Nachdem mir ein Kandidat seine Antworten geschickt habe, lesen wir diese und bewerten sie nach fixen Kriterien (Dauer, Länge, Qualität, Mehrwert, Design, Analytik, Kreativität, usw.).

Wir trennen die Antworten von dem Profil, heißt wir schauen uns die Antworten an ohne darauf zu achten, wer diese geschrieben hat. Erst anschließend vergleichen wir die Bewertung der Antworten mit dem Lebenslauf. Daraufhin laden wir die vielversprechendsten Personen für Interviews ein.

Interviews führe ich persönlich in Berlin oder via Video-Skype. Das Ziel ist es, die Person besser kennen zu lernen. Einen „Cultur Fit“ zu finden. Gleichzeitig möge der Bewerber auch mehr über uns lernen. Am Ende müssen beide Seiten miteinander arbeiten wollen.

Was ist dein ehrgeiziges 10 Jahres Ziel?

Anfangs lasse ich den Kandidaten etwas übers sich erzählen. Mich interessiert, ob er/sie Erfahrung im Venture Capital und Startups haben. Ebenso ist mir wichtig zu verstehen, woher die Motivation kommt für Asgard zu arbeiten. Erneut fallen gerade bezüglich der Motivation die Antworten oft sehr schwach aus. Hier ragen Leute mit klarer Motivation deutlich hervor – und es gibt sie.

Ich frage gerne, was bisher der größte Erfolg im Leben des Kandidaten sei. Danach frage ich, was die größte Niederlage sei und was der Kandidat daraus gelernt hat. Die erinnerungswürdigste Antwort bisher war „ich habe mich endlich scheiden lassen“. Schlechte Antworten gehen in die Richtung „ich bin durch eine Klausur gefallen“. Je persönlicher die Antwort, desto wertvoller. Floskeln schrecken mich nur ab. Ich möchte verstehen, was für ein Mensch du bist.

Erkenntnisreich ist ebenso die Frage nach dem 10 Jahres Ziel. Gerade jüngere Bewerber straucheln und wissen mit Anfang 20 selten, wohin die Reise gehen. Die Standardantwort ist „mein eigenes Startup haben“ oder „bei einem VC arbeiten“. Sicherlich löbliche Antworten, doch selten kaufe ich dies so ab.

Am Ende sollte der Kandidat dann eigene Fragen an mich stellen. Einige sind da sehr gut vorbereitet und stellen exzellente Fragen – andere nicht.

Wenn mir Jemand gefällt, mache ich sofort ein Angebot

Manchmal macht es im Interview klick. Da weiß ich einfach, dass ich mit dieser Person arbeiten möchte. Dann gibt es innerhalb von 24 Stunden ein schriftliches Angebot (was wir anbieten, was wir erwarten, grundlegendes).

Mir ist auch wichtig, dass ich jedem Bewerber persönlich absage. Ich gebe dann Feedback auf das Interview, die Case-Antworten und ebenso empfehle ich befreundete VCs, wo man sich alternativ bewerben kann.

Unsere Analysten sind das Gegenteil von mir

Wen haben wir in den letzten 3 Jahren angestellt? Nun es waren zwei Frauen und ein Mann. Alle wohnten bereits (vorrübergehend) in Berlin. Sie haben jeweils zwischen 4 und 6 Tagen für die Case-Antworten gebraucht. Bei allen war das Design der Antworten gut bis perfekt.

Zwei Analysten hatten 500+ Linkedin Kontakte, einer (oder eine) nur 67.

Sie kamen aus Korea, Singapur und Norwegen.

Und keiner der Analysten kam über eine Stellenanzeige. Interessanterweise kamen zwei über Twitter auf mich zu. Es stellte sich heraus, dass ein Analyst unserer Firma (Asgard und meiner Konferenz Rise of AI) bereits länger folgte. Das ist der Idealfall.

Da ich regelmäßig Feedbackgespräche führe, weiß ich, was gut lief und wo es auch auf meiner Seite Verbesserungsbedarf gibt. Alle Analysten waren dankbar, für die Unmenge an Deals, die ich ihnen zeigten. Ebenso waren sie dankbar für die Verantwortung die ich ihnen gab, die Einsichten in Entscheidungen und Strukturen.

Unsere Analysten lernten, wie man gute von schlechten Deals unterscheidet. Sie vertieften ihr Verständnis für Märkte und Trends.

Gleichzeitig wurde mir nachgesagt, dass ich etwas zu wenig im Büro sei. Ja, da bin ich schuldig. Meine Frau äußerte auch bereits, ich sei zu selten zu Hause.

Alle meine Analysten kämpften übrigens mit der Freiheit, die ich ihnen gab. Ich gebe keine festen Arbeitszeiten vor. Ich gebe selten Deadlines. Ich übe wenig Druck aus, sondern erwarte Eigenantrieb, Eigenmotivation und Disziplin. Selbstmanagement ist wichtig, doch braucht auch einige Zeit dies zu lernen.

Finde deine Leidenschaft!

Was ist mein Fazit und die Erkenntnisse die ich mir dir teilen möchte?

  1. Ich suche nicht nach einer Kopie von mir (blond, blaue Augen, weiß, Deutsch, BWLer). Stattdessen weiß ich Diversität im Team sehr zu schätzen, denn eine andere Perspektive ist im VC-Geschäft wertvoll.
  2. Ich gebe Jedem eine Chance, auch ungewöhnlichen Profilen. Jemanden eine Chance zu geben wird oft mit höhrer Motivation erwidert. Denke nie, du seiest nicht ausreichend qualifiziert. Probiere es trotzdem.
  3. Motivation ist Einstellungskriterium Nummer 1 für mich. Wer keine Leidenschaft hat, der tut sich schwer im Leben.
  4. Case-Fragen zu stellen ist ein super Prozess für beide Seiten.
  5. Findest du eine Firma oder ein Unternehmer toll? Dann folge ihm/ihr und warte auf deine Gelegenheit.

7 Gründe wieso du Rise of AI 2017 besuchen solltest – Künstliche Intelligenz in Berlin

Rise of AI

Mit Rise of AI organisieren wir eine Konferenz, die du unbedingt besuchen solltest. Es geht um deine Gesundheit. Deine Zukunft. Dein Vermögen. Dein Leben.

Die spannendste Konferenz für Künstliche Intelligenz in Europa

Es fing klein an. Erst 20 Leute im cbase mit der Frage „haben wir die Singularität bereits erreicht?“. Daraufhin trafen sich 100 Personen bei hub:raum und sprachen über „Rise of AI – The Singularity might be closer than you think„. 170 Gäste kamen ins Betahaus zum Thema „Rise of AI – Human coexistence with Machines„.

Jetzt gibt es mit Rise of AI (www.riseof.ai) eine Tageskonferenz für 350 Gäste. Wir organisieren  damit eine spannende, offene, einzigartige Konferenz zum Thema Künstliche Intelligenz in der Mitte Berlins. Nicht Silicon Valley. Nicht London. Ja, Berlin. Das Herz des Fortschritts schlägt auch hier. Die Welt kommt zu uns ins Deutsche Technikmuseum um sich einen Tag lang inspirieren zu lassen, zu lernen, zu diskutieren und zu verstehen.

7 Gründe wieso du auch dabei sein solltest

#1 Künstliche Intelligenz ist lebenswichtig

Das Thema Künstliche Intelligenz geht gerade durch die Medien. Elon Musk warnt davor, Hawking und Gates ebenso. Berechtigt sage ich (die nächste Stufe der Maschinenintelligenz). Du solltest dich informieren. Es könnte die letzte Erfindung der Menschheit sein.

#2 Supergesundheit. Superwohlstand. Superglück

Künstliche Intelligenz beeinflusst deine Gesundheit, dein Vermögen, dein persönliches Glück, deine freie Zeit und deine Arbeit. Möchtest du nur am Rande stehen und zusehen? Oder möchtest du es verstehen und sogar aktiv gestalten!

#3 Starke Inhalte

Wir haben erstklassige Redner eingeladen. Prof. von der Malsburg arbeitet seit 50 Jahren an Künstlichen Intelligenzen. William Hertling hat hammer-geile Bücher über KIs geschrieben (12 books you should read to prepare for Singularity). Trent McConaghy spricht über Herrschaft der Maschinen. Joel (Herausgeber von Digital Kompakt, Autor über die Samwers und ex-Gründerszene Chefredakteur) moderiert alles. Sogar das erste Mitglied des Bundestags hat sich gemeldet.

#4 Interaktives Programm

Es soll nicht nur Frontbeschallung geben. Zusätzlich zu den starken Inhalten gibt es eine Drohnenshow von Accelerated Dynamics, spannende Workshops mit AI-Topic-Leaders und KI-Startup-Demos.

#5 Triff die Redner und netzwerke

Netzwerk ist wichtig, besonderes an diesem Tag. Wir legen viel Wert darauf, dass du neue Kontakte knüpfen kannst. Insbesondere die Diskussionen mit den Teilnehmern nach einem Vortrag hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Bisher musste ich meine Gäste höflich rausschieben, denn 3 Stunden nach dem letzten Vortrag gab es weiterhin Diskussionsbedarf.

Und ich hasse es, wenn Redner nach einem Vortrag einfach verschwinden. Deswegen wird jeder Redner sich an einen Tisch stellen und dir zur Verfügung stehen. Stelle deine Fragen, sprich dein Thema an.

#6 Wir haben eine Mission

Wir (meine Frau und ich) veranstalten Rise of AI, weil wir eine Mission haben. Wir wollen über Künstliche Intelligenz aufklären. Wir wollen, dass Künstliche Intelligenzen sich verbreiten und der Menschheit helfen die Galaxie zu erobern. Davor dürfen uns KIs natürlich helfen, dass wir weniger arbeiten müssen, alles günstiger wird und wir länger gesund leben (22 Jobs die es in Zukunft nicht mehr geben wird). Dafür ist es uns wichtig, dass wir über die Risiken genauso sprechen wie über die Chancen. Rise of AI ist eine Plattform zum Austausch aller Interessierten.

#7 Historischer Ort um über die Zukunft zu sprechen

Das Deutsche Technikmuseum Berlin ist ein historischer Ort. Dort steht der Z1 – der erste Computer der gebaut wurde. Es gibt eine Ausstellung über Mensch-Maschinen. Wo sonst, sollte man über die Zukunft sprechen? An diesem Ort befinden sich die Errungenschaften der modernen Menschheit. Lass uns gemeinsam Geschichte schreiben.

Deutsches Technikmuseum Berlin

Sind dies ausreichend Gründe? Programm gibt es hier. Eine Übersicht der Redner (es kommen noch mehr) hier.

Wenn du ein Ticket möchtest, nutze diesen Link. Für meine Blogleser gebe ich 50 € pro Ticket dazu.

Wir bieten dir ein Venture Capital Praktikum an in Berlin 2017

Venture Capital Praktikum Berlin Deutschland

Wie ich gerne erzähle, habe ich selber als Praktikant angefangen. Das war vor einigen Jahren beim Company Builder Team Europe, wo ich für den internen Investmentarm mit Pawel zuständig war. Daher weiß ich, dass ein Praktikum beim VC der erste Schritt zur Karriere als Venture Capitals ist (so schaffst du den Einstieg in die Venture Capital Industrie).

Heute gebe ich bekannt, dass wir für Asgard ab 2017 einen Praktikanten suchen. Entweder dieser Artikel ist für dich relevant oder du kannst ihn Jemanden empfehlen. Alles was jetzt folgt, dient der Beschreibung der Stelle.

Du wirst lernen, wie man ein Investor wird

Anfangs wirst du dir Hunderte junge Firmen ansehen und verstehen, wie man Entscheidungen trifft. Du wirst dein Verständnis für Märkte, Technologien, Geschäftsmodelle und Teams schärfen. Ebenso wirst du das Handwerk des Investmentgeschäfts besser verstehen. Vielleicht wirst du sogar ein Experte für Künstliche Intelligenz. Wir würden das begrüßen.

Werde ein Teil von Asgard

Praktisch gesehen wirst du mit mir arbeiten. Da dies mein persönlicher Blog ist, muss ich mich auch nicht weiter vorstellen. Da ich viel unterwegs bin, bevorzuge ich eine digitale Kommunikation via Emails, Whatsapp oder Telefonaten. Skype geht ebenso. Dazu kommen natürlich regelmäßige persönliche Treffen in Berlin (JF gennant).

Asgard ist ein Frühphaseninvestor. Wir haben uns auf Startups aus dem Bereich künstliche Intelligenz spezialisiert. Wir geben zwischen 50.000 € und ein paar Hunderttausend € pro Runde.

Asgard ist ein Familienunternehmen und wir investieren unser eigenes Kapital.

Du hast viele Freiheiten

Uns ist egal, wo und wann du arbeitest. Mir sind die Ergebnisse wichtig. Wenn du nach 3 Stunden fertig bist und dann lieber an der Spree ein Bierchen trinken willst, ok. Wenn du die Nacht durchmachst und am nächsten Morgen die Deadline hältst – dein Ding. Ich werde dich nicht Babysitten oder Micromanagement. Das Modewort heiß „Ergebnisorientiertes Arbeiten“.

Vielfältige Aufgaben für dich

Zum einem wirst du eine Vielzahl von Firmen kennen lernen. Du wirst der erste Filter sein und darüber entscheiden, welche Deals von den Partner näher betrachtet werden. Daher ist uns deine Meinung sehr wichtig. Dazu kommen Besuche von Meetups, kleinere Konferenzen und Treffen mit Gründern. Wenn du proaktiv bist, hast du noch mehr Spaß dabei. Zusätzlich wirst du uns bei der Organisation der Rise of AI Konferenz unterstützen.

Wonach wir suchen

Mir ist egal, was du vorher gemacht hast. Für mich zählt, was du jetzt kannst. Natürlich ist ein Studium der Informatik, Mathematik, Physik oder BWL ein Vorteil. Noch geiler wäre es, wenn du Cognitive Science, Robotik oder künstliche Intelligenz studiert hast. Ich weiß, dass dies recht selten vorkommt. Mit 80 % Wahrscheinlichkeit, warst du also an einer Business School. Ist ok für mich, ich war selber an dreien.

Viel wichtiger ist, dass du eigenständig arbeiten kannst, dass du schnell denkst, dass du analytisch bist und Freude an deiner Tätigkeit hast. Motivation ist super wichtig. Daher wäre es auch ideal, wenn wir ähnliche Vorstellungen von der Zukunft haben (Stichwort Singularität).

Bezahltes Praktikum in Berlin 2017

Die Position ist bezahlt. Wir stellen dir kein festes Büro zur verfügung, da ich großer Freund vom virtuellen Büro bin + regelmäßige persönliche Treffen. Wir beide sparen uns so eine Menge Fahrzeit.

Die Dauer des Praktikums ist drei bis sechs Monate. Der Anfang ist flexible, jedoch Januar/Februar 2017 wäre schon gut. Deswegen suchen wir auch bereits jetzt.

Der Bewerbungsprozess ist einfach. Du sendest uns die gefragten Unterlagen. Wir stellen dir ein paar Fragen. Wir führen ein Interview. Du bekommst hoffentlich ein Angebot.

Wie bewerben?

Du sendest mir eine Email an [email protected] In dieser Email sollte dein Lebenslauf enthalten sein, der Link zu deinem Linkedin Profil (oder Xing), deine Motivation, wo du diese Stelle gefunden hast und die Jahreszahl, wenn du glaubst, dass die Singularität kommt – oder auch nicht kommt. Startzeitpunkt und Verfügbarkeit wäre auch hilfreich.

Viel Erfolg. Freue mich von dir zu lesen.

5 Jahre Bootstrapping.me – ein Blog über Unternehmertum und die Zukunft

5 Jahre Bootstrapping.me

170.000 Worte, ein Artikel pro Woche seit 2011 und über eine halbe Millionen mal gelesen. Das waren die ersten 5 Jahre von Bootstrapping.Me.

Der erste Artikel kam im September 2011

Damals war ich noch Associate bei Point Nine Capital. Ich las ungemein viele Blogs um Wissen zu erhalten. Drei bloggende VCs waren ein Vorbild für mich und ich lese diese bis heute:

Fred Wilson mit AVC. Großartige Community hat er aufgebaut und konsequent täglich einen Beitrag. Mark Suster mit Both Sides of the Table. Großartig. Und mein damaliger Chef, Christoph Janz mit The Angel VC.

Seitdem ich meinen ersten Artikel im September 2011 veröffentlicht haben (eigener Server, WordPress), habe ich 175 Artikel geschrieben. Wenn ich die zahlreichen Gastbeiträge in anderen Medien berücksichtige, sind das konstant ein neuer Beitrag pro Woche seit fünf Jahren.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich meinen eigenen Stil dabei entwickelt habe und auch thematisch meine Schwerpunkte setzen konnte.

Heute kann ich sagen, dass ich ungemein gerne schreibe, mich jedoch selten dazu zwingen. Oft kreist ein Themen mehrere Wochen in meinem Kopf, bevor ich es in einer 3-Stunden-Session zur Wort bringe.

Der Anfang war nicht einfach

Gerade die Motivation jede Woche zu schreiben ist anfangs schwierig. Dafür sprechen auch meine ersten vier Artikel:

Vertikalisierung von sozialen Netzwerken
Unterlagen von Gründern für VCs
Die Nutzung von iPads in 2011
Idealab 2011

Die ersten Jahre war Venture Capital mein Fokus

Der Themenbereich Venture Capital umfasste die meisten meiner Artikel zwischen 2011 und 2012. Vorwiegend ging es um die Grundlagen (Terms Sheets, Liquidation Preferences, Vesting, Bewertungen), sowie die Gewinnung von Investoren oder Erstellung von Pitchdecks.

Inzwischen schreibt fast jeder VC darüber, doch 2011 gab es wenig deutsche Inhalte. Die Artikel sind nach wie vor wichtig, doch eher von fachlicher Natur statt persönlicher Eindrücke.

Schreiben über Gründererfahrungen

Mitte 2012 gründete ich dann Wunsch-Brautkleid.de und wechselte Anfang 2013 komplett das Lager auf die Gründerseite. Dadurch änderten sich auch meinen Themen (zu den Gründerthemen). Ab nun schrieb ich mehr aus Erfahrungen. Mein Blog wurde immer zu einem digitalen öffentlichen Tagebuch.

Vorwiegend schrieb ich über den Grünzungsprozess von Idee, Geschäftsmodell, Businessplan, Execution, Teamaufbau, MVP bis Personal. Dazu kommen zahlreiche Artikel über Finanzierungsmöglichkeiten (Angels, VCs, Crowd), sowie mögliche Karrieren in Startups. Besonders gerne mag ich die Artikel, wo ich meine Erfahrungen aus dem Alltag eines Gründers teile.

Neuer Fokus auf Technologien und Zukunft

2014 fing ich dann an mich wieder mehr mit neuen Technologien zu beschäftigen. Brautkleider im Netz zu verkaufen ist nicht unbedingt Deep-Tech. Ich gründete im gleichen Jahr meinen eigene Venture Capital Firma Asgard. Seitdem schreibe ich vermehrt über Themen der Zukunft. Der Aufbau ist einfach:

Wir leben in einer großartigen Zeit mit exponentiellen Wachstum von technologischem Fortschritt.

Roboter und künstliche Intelligenz dringen in immer mehr Bereiche unseres Lebens ein und erledigen die Arbeiten, die Menschen nicht machen wollen.

Es wird eine noch großartigere Zukunft in der jeder Mensch jederzeit das machen kann, was ihn/sie begeistert.

Dazu kommen natürlich noch vereinzelte Artikel über den Aufbau einer Venture Capital Firma. Hier haben wir Gründung + Venture Capital + Technologie in einem.

Vorträge sind ähnlich wir Blogbeiträge

2011 fing ich auch an Vorträge zu geben. Ich stehe gerne auf der Bühne und teile mein Wissen. Dies muss ich nicht jeden Tag machen, aber alle 6 bis 8 Wochen ist das eine Freude. Seit 2015 nimm das Vortragsthema richtig Fahrt auf. Alleine dieses Jahr spreche ich auf 3 TEDx Konferenzen und gebe Vorträge in 5 Ländern.

Zwar schreibe ich dadurch etwas weniger Artikel, doch jeder Vortrag ist genauso intensiv wie ein Blogbeitrag. Zudem ich meistens über das Rede, was ich vorher bereits auf Bootstrapping.Me veröffentlicht haben. So gesehen bekommen meine Leser also alle Infos als erstes.

Danke an meine Leser

Das Tracking meiner Leser ist nicht 100 % einfach, da mein ex-Cofounder mir mit einem Hack mal die Statistik zerschossen hat.

Meine größte Freunde sind die Emails meiner Leser, die ich täglich bekomme. Ich liebe eure Nachrichten und sage DANKE! Es gibt der Anonymität des Internets ein Gesicht.

Ansonsten sind meine Leser eine bunte Mischung aus Deutschland. Leute die gründen wollen mit 16 oder 50. Personen, die Fragen haben zu Termsheets, Mitarbeiterbeteiligungen oder Bewertungen. Unternehmer, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben wie ich. Neugierige und Interessierte.

27 % der Leser kommen aus Berlin, denn dies ist Deutschlands größtes Digitalökosystem. Auf Rang zwei kommen NRW (meine Heimat) und Bayern. Anscheinend gibt es echt wenige Gründer in Meck-P und Thüringen.

Insgesamt waren es in den letzten fünf Jahren über Hunderttausend Leser und meine Artikel wurden 500.000 mal gelesen. Davon sind 50.000 Leser regelmäßig auf Bootstrapping.Me. Cool!

Die Hälfte der Leser kommt über Google. Die andere Hälfte teilt sich auf Facebook, Direkt (oft wiederkehrende) oder Link-Empfehlungen auf.

Die 10 am häufigsten gelesenen Artikel

Folgende Artikel wurden am meisten gelesen bisher, in absteigender Reihenfolge:

Meine Erfahrungen mit Crowdinvesting (Crowdfunding)
Mitarbeiterbeteiligungen
Das perfekte Pitchdeck erstellen
Finanzierungsphasen für Startups
Terms Sheets und VC Basics
SEO – in 9 Monaten auf Platz 1 bei Google
22 Jobs die es in Zukunft nicht mehr geben wird
Finanzplanung für Startups
Participating Liquidation Preferences und VC Basics
Bewertungen für dein Startup

Die Top 10 ist recht VC lastig und innerhalb meines Fachgebiets. Zudem lassen sich die Keywords halt besser bei Google finden.

Meine 6 Favoriten von Beiträgen

Ich selber mag folgende sechs Beiträge am liebsten. Es sind die Artikel, wo ich Gefühle und Erfahrungen verarbeitet habe. Vielleicht schwieriger zu googlen, jedoch dafür vielschichtiger:

Die ersten 10 Unternehmerjahre
Lass dich fallen
12 Entscheiden die ich anders treffen würde
Vision des Jahres 2045
22 Jobs die es in Zukunft nicht mehr geben wird
Aus dem Unternehmerleben

Die letzten Worte für heute

Ich schreibe über das, was mach beschäftigt. Es sind Reflektionen, Erfahrungen oder Weitergabe von Wissen. In erster Linie schreibe ich hier für mich. Wenn es dir als Leser gefällt, dann umso besser.

Ebenso habe ich gelernt, dass man es nur durchhält, wenn man über ein Thema schreibt, was einem gefällt. Bootstrapping.Me ist bis heute kostenfrei. Es gibt keine Werbung. Ich platziere keine Advertorials. Ich verdiene kein Geld hiermit, daher sehe ich es als mein Hobby an.

Irgendwann mache ich ein Buch daraus. 170.000 Worte habe ich bereits geschrieben. Das wären 580 Seiten Buch.

Auf die nächsten 5 Jahre.

 

Rise of AI – Videos und Podcast über künstliche Intelligenzen

Would you upgrade?

Letzte Woche war wieder Rise of AI. Diesmal mit dem Thema Human coexistence with Machines. Es war ein toller Abend mit 160 Gästen – volles Haus im Betahaus Berlin.

Dies ist ein guter Anlass einige Worte zu schreibe, denn es wieder viel passiert.

Das war Rise of AI 2016

Die Videos gibt es hier.

Von mir gibt es eine kleine Einführung. Ich spreche über den Status der künstlichen Intelligenz und die Historie. Dann gehe ich auf das Thema Narrow Artificial Intelligence ein und grenze wiederum ab, was uns Menschen als Mensch auszeichnet (die nächste Stufe der Maschinenintelligenz).

Interessant ist, dass es wirklich „menschliche“ Eigenschaften sind: Liebe, Gier, Hass, Emotionen, Empathie, Glaube (an eine Seele, Gott, die Singularität).

Viele andere menschlichen Eigenschaften, können Maschinen bereits nachbilden: langfristiges Denken, Transferwissen, Flexibilität, kritisches Denken, Träumen oder Kreativität.

Ebenso beobachte ich, dass die Maschinen (KI, Robotor, usw) uns immer mehr im Job verdrängen (22 Jobs die es in der Zukunft nicht mehr geben wird). Wieso? Weil wir Menschen das wollen. Zum einem sind wir faul und wollen immer weniger physisch oder kognitiv arbeiten. Zum anderem ist Personal oft ein großer Kostentreiber, der reduziert werden soll. Weniger Kosten = mehr Gewinn. Eine einfache Formel für Unternehmer um KI-Systeme einzusetzen.

Aus meiner Sicht führt dies dazu, dass die Zukunft der Menschheit bedeutet, dass wir umso mehr Mensch sein können. Menschen sind nicht gemacht um von 8 bis 17 Uhr im Büro zu sitzen. Wir machen das für das Geld, Kultur, Erwartungshaltung oder Selbstbetrug. Würde sich jeder die Frage stellen, was er mit seinem Leben anfangen will, kommt selten die Antwort „den ganzen Tag im Büro sitzen“. Freunde, Familie, Reisen, Erlebnisse, Genuss, Gefühle – die spielen eine viel wichtigere Rolle. Es sind Erinnerungen an schöne und harte Momente, die einem bleiben.

Übrigens kann ich den Podcast über künstliche Intelligenzen mit Joel und Ronnie empfehlen. Wir haben eine Stunde erzählt: Was ist KI, AGI, Narrow AI, Machine Learning, Deep Learning, Reinforcement Learning, lernende Systeme, Anwendungsfälle, Paranoia Szenarien, Konsequenzen und Anwendungen.

Würdest du dich verbessern?

Wenn wir akzeptieren, dass Maschinen uns immer mehr aus unseren Arbeitstätigkeiten verdrängen, stellt sich die Frage: Wie damit umgehen?

Aus meiner Sicht gibt es hier zwei Themen.

  1. Grundeinkommen für Menschen ohne Arbeit. Arbeit als Selbstzweck verschwindet. Selbstbestimmung der Menschen und Selbstdefinition des Lebens.
  2. Verbesserung der Menschheit an sich.

Daher fragte ich alle Teilnehmer von Rise of AI, ob diese sich upgraden würden?

Dies sind die Resultate:

Would you upgrade?

Was würdest du in 20 oder 30 Jahren machen?

In diesem Kontext sind die Vorträge von Anish (Redner 1) und Trent (Redner 2) sinnvoll. Insbesondere Trent spricht das Thema sehr provokant an. Seine These ist, dass KI-Systeme immer mehr Zugriff auf Ressourcen bekommen, bis der Mensch aus der Gleichung fällt. Demnach bleibt dem Mensch nur die Wahl sich entweder zu digitalisieren (uploading) oder seine Hirnleistung zu steigern (Bandwith ++). Hier ist der passende und sehr spannende Vortrag.

KI in der Presse

Der Tagesspiegel hat einen sehr interessanten Artikel über Rise of AI geschrieben.

Für die Internet World Business habe ich ein paar Worte über Chatbots gesagt.

Das Handelsblatt hat über künstliche Intelligenz geschrieben.

Live treffen

Ich bin übrigens auf einem Virtual Reality Panel auf der IFA (Samstag).

Auf der Bits & Bretzel bin ich ebenso und rede über KI.

Für TEDx Heidelberg spreche ich im Herbst auch.